GAST

#93 Patricia Escriche – 昔々 Wo Erde und Himmel sich treffen

 

Die Bilder enstanden im Frühling 2013 und 2014.

Mehr unter www.praticiaescriche.com

#93 Patricia Escriche – 昔々 Wo Erde und Himmel sich treffen

#94 Projekt Martin Becker

Gemeinschaftsarbeit, Lette-Verein, Berlin 2014

zum Text geht es  hier >

#94 Projekt Martin Becker

#95 Jonas Maron – Wehrlager

Wehrlager

Die Aufnahmen entstanden 1984 im Wehrlager.

“Für das Wehrlager wurden alle männlichen Schüler der neunten Klassen in den einzelnen Kreisen zusammengefasst und für die Dauer von zwei Wochen ausgebildet. Die Ausbildung fand meist in Kinderferienlagern statt, es wurden aber auch Anlagen und Ausrüstungsgegenstände der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) und der NVA genutzt. Die Ausbildung und Betreuung der Schüler übernahmen dabei meist Offiziersschüler und NVA-Offiziere der Reserve. Die Ausbildung umfasste an zwölf Ausbildungstagen je acht Stunden, die Schüler trugen dabei Uniformen der GST. Bestandteile der Ausbildung waren unter anderem das Training im Handgranatenwurf (Attrappe einer „F1“-Handgranate), das Bewegen und Orientieren im Gelände, Übungen mit Gasmasken, Ausdauerläufe, teils auch das Überwinden der Sturmbahn sowie das Schießen mit Luftgewehren oder der KK-MPi 69, einer Kleinkaliber-Maschinenpistole, deren Aussehen und Bedienung weitgehend der der Kalaschnikow entsprach. Dazu kamen Ordnungsübungen („Exerzieren“) sowie militärtheoretischer und politischer Unterricht, der von Armeeangehörigen durchgeführt wurde. Es wurden Wettbewerbe um die „besten Ausbildungsresultate“ zwischen den Klassen veranstaltet.”
http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrunterricht

Biografie

 
Jonas Maron

1969 geboren in Berlin

1988-90 Studium des Kommunikationsdesigns an der Folkwang Universität der Künste, Essen

1990 Fortsetzung des Studiums an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
bei Prof. Arno Fischer

1992 Diplom im Fach Fotografie an der HGB, Leipzig bei Prof. Arno Fischer;
Beginn des Meisterschülerstudiums

seit 1992 Arbeit als freiberuflicher Fotograf in Berlin

1994 -1995 Studium am International Center of Photography, New York

1996 Abschluß des Meisterschülerstudiums an der HGB, Leipzig bei Prof. Arno Fischer

seit 2006 Lehrtätigkeit an der Ostkreuzschule für Fotografie, Berlin

#95 Jonas Maron – Wehrlager

#96 Thomas Schikora – Rust Never Sleeps


Thomas Schikora
Rust Never Sleeps

Als ich in Tromsø das rostige Schiff im Oktober 2012 fotografiert habe, entsprang das noch nicht einem bewussten Impuls, die „dreidimensionale“ Fotografie zu verlassen und ganz bewusst Fläche in Farbe zu fassen bzw. aufzusuchen. Das ist ein Prozess der sich nach diesem Schlüsselbild von Tromsø einfach verselbstständigt hat. Man sieht etwas anders oder der Blickwinkel verschiebt sich und dann fallen einem die Motive zu. Das Schwierige ist den Blick offen zu halten, Dinge anders anzusehen und die gewohnte „Bildsprache“ zu verlassen.

Biografie
Geboren 1966 in Ilmenau,
lebt und arbeitet mal haupt-, mal nebenberuflich als Dipl. Biologe, Werbegrafiker, Rettungsassistent und Lehrer überwiegend (aber nicht ausschließlich) in Thüringen; eine einende Konstante ist die Leidenschaft für Fotografie, die sowohl privat als auch beruflich ausgelebt werden kann und darf.

#96 Thomas Schikora – Rust Never Sleeps

#97 Anna Wöltjen – Erdbeerfelder

 

Anna Wöltjen
Erdbeerfelder

Die Fotoserie entstand an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns.
Dort werden im “geschützten Anbau” Erdbeeren in Massenproduktion unter Abdeckvliesen aus Polypropylen angebaut. Man erhofft sich durch den künstlichen Wärmespeicher eine verfrühte und höhere Ernte.
Nur selten huschen einzelne Menschen wie kleine Ameisen über die Plastiksteppe der Monokultur. Doch dem Betrachtet bietet sich auch eine verwirrend schöne Ästhetik der Zerstörung , wenn der Wind die endlosen weißen Planen im eigenen wilden Luftspektakel zerreißt.

 

Biographie

Geboren 1976 in Braunschweig / Abitur in Erlangen
seit 2001 freie journalistische Tätigkeit (Texte und Pressefotos für Lokalzeitungen, Wochenmagazine, Zeitschriften und Bücher)
seit 2005 in Berlin wohnend
2007 Studienabschluss im Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften an der FU Berlin im interdisziplinären Studiengang der Religionen Judentum, Christentum, Islam und Buddhismus / Zusatzstudium Journalistik
2011 Beteiligung an der Ausstellung 19xLandschaft
im Kunstquartier Bethanien Kreuzberg
2013 Beteiligung an der Ausstellung “Schauplatz- Inszenierte Fotografie”
im Kunstquartier Bethanien Kreuzberg

#97 Anna Wöltjen – Erdbeerfelder

#98 Tom Licht – DaHeim

DaHeim

 

Seitdem ich vor 20 Jahren zu Hause ausgezogen bin, veränderte sich das Haus meiner Eltern ständig. Daheim zu Besuch, ist mir nach all den Jahren die Aura meiner Familie vertraut geblieben. Alles andere hat sich für mich verfremdet.
Und doch gibt es einzelne Gegenstände, Orte am Haus und in der Umgebung des Dorfes, welche in mir alte Bilder und Gefühle wach rufen und die mich an die Zeit meiner Kindheit und Jugend erinnern.
In neuen Fotographien versuche ich diese Relikte und Orte der Vergangenheit in ihrem jetzigen Kontext und mit meiner heutigen Wahrnehmung aufzuspüren. Ich wandle durch ein Museum in dem ich mich und meine Familie selbst betrachte. Es ist eine Be- standsaufnahme meiner Erinnerung. Eine Wirklichkeit des Jetzt, was schon bald wieder Gestern sein wird.
www.tomlicht.org

Biografie

 

geboren in Sonneberg/ Thüringen, DDR
1989 – 1992 Ausbildung zum Baufacharbeiter
1993 – 1998 Architekturstudium FH Coburg
1999 – 2002 Tätigkeit in verschiedenen Architekturbüros in Deutschland
2003 – 2005 Arbeit als Architekt in New York City
2006 – 2008 Architekt bei Santiago Calatrava, Zürich
seit 2009 Birchmeier Uhlmann Architekten, Zürich
2009 GAF- Fotoklasse in Zürich,
Dozent: Roland Iselin
2009 Gründung Fotoverein Modus 8 mit Atelier in Zürich
seit 2009 teilweise freischaffende Tätigkeit als Fotograf
seit 2012 Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin,
Seminar bei Linn Schröder

#98 Tom Licht – DaHeim

#99 Sibylle Mania – Durchlichtfotografie

 

Metropole auf Nepalpapier

 

Unterwegs bin ich mit schwerer Kameratechnik und belichte Rollfilme für 6x7cm Negative.
Auf der Suche nach Orten, die ein kulturgeschichtliches Zeugnis bewahren. Wieviel Bildinformation reicht aus, um diese Botschaft zu transportieren? Die handgeschöpften Papiere aus Nepal beschichte ich im Dunkeln mit silvergelatine und verwende sie wie Barytpapier. Nach anschließender Trocknung und Auswahl, werden die archiv- und lichtbeständigen Fotografien zwischen zwei Glasscheiben gepresst in einen Steinsockel gesteckt und jedem Lichteinfall rahmenlos preisgegeben.
Die täglichen Verwandlungen scheinen überraschend. Das Bild existiert in den Blattfasern und nicht auf dem Papier. Die schwarzen Silberumschläge der Gelatine ergeben eine fast räumliche Wirkung. Das Bild im Material strahlt in den Raum. Die Eigenwilligkeit der Fasern gibt einen geprägten Kosmos vor. Im Kontrast dazu steht das ausgewählte Negativ: ein statisch fest gemeintes Bild, wie das Colosseum oder der Blick von den twins in die Häuserschluchten NYCs.

> Essay von Jan Volker Röhnert

Biografie

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Sibylle_Mania

#99 Sibylle Mania – Durchlichtfotografie