Das optische Zeitalter

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© VK/echtphoto

Karl Pawek: Das optische Zeitalter.

„Der Künstler erschafft die Wirklichkeit, der Fotograf sieht sie.“

(Dazu eine Rezension aus: Der Spiegel 25.09.1963)

Mit einem unproportionierten Aufwand theologisch-philosophischer Argumente entwirft der Wiener Katholik und Ex -Chefredakteur der Edelillustrierten “Magnum” eine wunderliche Theorie der modernen Lichtbildnerei: Nach Pawek ist die zeitgenössische Reportage-Photographie (“das Life-Bild”) ein der modernen Malerei überlegenes “epochales” Erkenntnismittel, der Photoapparat das “Organ der neuen Weltanschauung”, die nicht mehr vom “Bloß-Gedachten” und von Intellektuellen, sondern von “Ereignissen” und Photographen geprägt wird. Paweks Verschleiß großer Worte steht in umgekehrtem Verhältnis zur Stichhaltigkeit seines verschwärmten Bilderglaubens. (Walter-Verlag, Olten;336 Seiten; 9,80 Mark.)

So ein toller Verriss!