Seiichi Furuya

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© Seiichi Furuya

 

1978-1985 fotografierte Seiichi Furuya seine Frau fast täglich. Schon damals war er sich der Unausweichlichkeit dieses Projekt bewusst: ” ich habe in ihr eine Frau, die an mir vorbeigeht, manchmal ein Model, manchmal die Frau, die ich liebe, manchmal die Frau, die zu mir gehört, gesehen. Ich fühle mich verpflichtet, die Frau, die für mich verschiedene Bedeutungen hat, dauernd zu fotografieren…wenn ich mir überlege, dass Fotografieren das Fixieren von Zeit und Raum bedeutet, dann ist diese Arbeit, das Leben eines Menschen zu dokumentieren, für mich sehr spannend. Dadurch, dass ich sie sehe, sie fotografiere, sie im Bild anschaue, finde ich mich selbst.”

Nach langer Krankheit sprang sie 85 aus dem 9. Stock ihrer Berliner Wohnung. In dem Buch und der Ausstellung MEMOIRES stehen die privaten Bildern den fotografierten Orten gegenüber, in denen das Paar gerade war, Graz, Venedig oder Berlin. Die Portraits von ihr spiegeln alles an Emotionen ab, es gibt kaum eins, auf dem sie nicht direkt in die Kamera blickt, selbst die verstörende Mimik während ihrer Krankheit wirkt nie vorgeführt oder mitleiderregend.

In der aktuellen Ausstellung hängen auch Furuys s/w-Landschaftsaufnahmen seiner Arbeit “Staatsgrenze”.

16.11. 2013 – 18.1. 2014 Seiichi Furuya
I prefer to be on this sideGalerie Thomas Fischer
Potsdamer Straße 77-87, Haus H, 10785 BerlinTue-Sat 11-18h