Projekt

Les Nuits du Marais

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© Karin Pelzer/echtphoto

 

 

Der Marais ist im 13. Jahrhundert aus einem trockengelegten Sumpf entstanden. Es ist das historische Zentrum jüdischen Lebens in Paris.

Zwischen den Metrostationen Temple, Oberkampf und Rambuteau befinden sich kleine, ruhige Gassen, einige Galerien, nette Bars und vor allem jede Menge sehr guter chinesischer Restaurants.

Tagsüber jeder seinen eigenen Weg gehend, trafen wir uns abends gemeinsam hier, im November, kaltfeucht. Paris kam uns klein vor.

> zu den Bildern

ein Tipp für einen gut sortierten Laden für Fotobücher und Sonstiges:
http://www.artazart.com/fr

ein guter RadioSender aus Paris : http://fip.radio.de

 

Projekt: Kindheitsbilder

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 Kindheitsbilder – Eine szenische Erinnerungsmanufaktur

 

„Je kleiner, desto glücklicher – vielleicht ist doch was dran. Vielleicht aber kommt der Reichtum der Kindheit, den jeder empfindet, zustande, indem wir diese Zeit unaufhörlich anreichern durch das Über-Denken, das wir ihr widmen?“ (Christa Wolf)

Die Erinnerung an unsere Kindheit ist voll mit Bildern, die satt an Farben oder verschleiert von grauer Schwere sein können. Und mit jedem Reden über diese Zeit vermischen und verwischen wir diese Farbtöne neu.

In dem selbst entwickelten Theaterprojekt „Kindheitsbilder“ untersucht die Seniorentheatergruppe Die Entfalter ihren Blick auf die eigene Kindheit: Wie abgegriffen sind unsere Erinnerungen an diese Lebensphase? Was wird verklärt, was verdrängt und was dazu gedichtet? Wie tief sind die Prägungen, wie groß der Glücksvorrat aus dieser Zeit? Diese Fragen werden anhand der eigenen Lebenserfahrungen der Darsteller auf der Bühne verhandelt. Kontrastiert werden sie dabei durch die Perspektive von Jugendlichen, die selber gerade der eigenen Kindheit entschlüpft sind und eigentlich die Enkelkinder der Darsteller sein könnten: Was also bedeutet „Kind sein“ zu Beginn des 21. Jahrhunderts und wie ändern sich die Formen des Erinnerns an, das Sprechen über und die Bilder von Kindheit?

In dieser Stückentwicklung geht es also weniger um die dramatische Behauptung einer fiktiven Wirklichkeit, sondern vielmehr wird die Fiktion einer ‚wirklichen’ Erinnerung inszeniert: Denn es ist umso vieles leichter, Vergangenheit zu erfinden als sich zu erinnern, resümierte bereits Christa Wolf in ihrem Schreiben über die Kindheit, denn das Gedächtnis ist kein Organ sondern eine Tätigkeit. Durch die spielerische Offenlegung dieser Inszenierungsmechanismen von Erinnerung auf der Bühne kann sich analog einer ‚gläsernen Manufaktur’ der Fertigungsprozess der Kindheitsbilder zeigen, kann der Zuschauer seine eigenen Farbtöne diesen Bildern beimischen.

Kindheitsbilder ist eine Koproduktion zwischen der Seniorentheatergruppe Die Entfalter der AWO Rudolstadt und dem Theater Rudolstadt in Zusammenarbeit mit der Regelschule „Friedrich Schiller“ Rudolstadt.

Inszenierung: Matthias Spaniel und Thea Kneisel
Ausstattung: Johanna Fischer (Kunstwerkstatt Rudolstadt)
Projektionen: Volkmar Knoch (volxfilm)
Produktion: Petra Rottschalk

Premiere: 21.06.2013, Theater Rudolstadt,

Quartalsthema: Anfang

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ANFANG ist unser erstes gemeinsames Thema. Bis zum nächsten Treffen, Ende Mai, werden die ersten Anfänge vorliegen.

Na dann ,…