Gast

A. Graff

 

Anton Graff  (* 18. November 1736 in Winterthur; † 22. Juni 1813 in Dresden) :

Graff war zu seiner Zeit der beste Bildnismaler im deutschsprachigen Raum und porträtierte die Besten seiner Zeit. Bis heute ist der unverwechselbare lebendige Ausdruck der Bildnisse Graffs überaus ansprechend. Graff konzentrierte sich meist ganz auf das Antlitz, setzte dieses ins Licht und verlieh der Komposition durch sparsame, aber äußerst wirkungsvoll gewählte leuchtende Farbkontraste der Kleidung malerische Delikatesse.

Wir: Wolf Abraham, Erik Braga, Carsten Schulz, Susann Kretzschmar, Karin Pelzer, Bernd Rathjen unter der Leitung von Martin Becker ( www.martin-becker-foto.de) wurden inspiriert durch Anton Graffs  eindrucksvolle Portraits.

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Postkarten aus der Ewigkeit

Essay von Jan Volker Röhnert

SM-Rom-Colosseum 2011

Postkarten aus der Ewigkeit
Die Rom-Ansichten von Sibylle Mania

 

Lange bevor ich Rom mit eigenen Augen sah, hatte ich es über Fotografien kennengelernt. Schwarzweiße Wehrmachtsfotos meines Großvaters, der mit der Besatzung der Torpedoschiffe, später U-Boote, wo er als Maschinist die Dieselmotoren wartete, in den Kriegshäfen des Achsenpartners Mussolini ankerte, eine konturlose Erscheinung in der Masse einer Militärparade durch einen Triumphbogen Roms mitmarschierend, was dann als Zeitungsfoto nach Deutschland flatterte, wo die Familie sein Gesicht inmitten der grob gerasterten Oberfläche ausfindig zu machen glaubte – eine Täuschung wie so vieles an diesem Krieg, noch ehe er tatsächlich begonnen hatte: Fotos von einer Kriegsmarine im Schatten des Vesuv, Matrosen auf Ausgang durch die Ruinen Pompejis stolpernd, oder die Ruinen des römischen Colosseums, Gesichter, die sich sonnen im Licht ihrer Ahnungslosigkeit, in Zitronen- und Orangenhainen, in Palmengärten, die doch keiner, wie wir wissen, ungestraft betritt…

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Durchlichtfotografie

Sibylle Mania
SM-istanbul-topkapi

Metropole auf Nepalpapier

 
Unterwegs  bin ich mit schwerer Kameratechnik und belichte Rollfilme für 6x7cm Negative.
Auf der Suche nach Orten, die ein kulturgeschichtliches Zeugnis bewahren. Wieviel Bildinformation reicht aus, um diese Botschaft zu transportieren? Die handgeschöpften Papiere aus Nepal beschichte ich im Dunkeln  mit silvergelatine und verwende sie wie Barytpapier. Nach anschließender Trocknung und Auswahl, werden die archiv- und lichtbeständigen Fotografien zwischen zwei  Glasscheiben gepresst in einen Steinsockel gesteckt und jedem Lichteinfall rahmenlos preisgegeben.
Die täglichen Verwandlungen scheinen überraschend. Das Bild existiert in den Blattfasern und nicht auf dem Papier. Die schwarzen  Silberumschläge der Gelatine ergeben eine fast räumliche Wirkung. Das Bild im Material strahlt in den Raum. Die Eigenwilligkeit der Fasern gibt einen geprägten Kosmos vor. Im Kontrast dazu steht das ausgewählte Negativ: ein statisch fest gemeintes Bild, wie das Colosseum oder der Blick von den twins in die Häuserschluchten NYCs.

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