Galerie

A. Graff

 

Anton Graff  (* 18. November 1736 in Winterthur; † 22. Juni 1813 in Dresden) :

Graff war zu seiner Zeit der beste Bildnismaler im deutschsprachigen Raum und porträtierte die Besten seiner Zeit. Bis heute ist der unverwechselbare lebendige Ausdruck der Bildnisse Graffs überaus ansprechend. Graff konzentrierte sich meist ganz auf das Antlitz, setzte dieses ins Licht und verlieh der Komposition durch sparsame, aber äußerst wirkungsvoll gewählte leuchtende Farbkontraste der Kleidung malerische Delikatesse.

Wir: Wolf Abraham, Erik Braga, Carsten Schulz, Susann Kretzschmar, Karin Pelzer, Bernd Rathjen unter der Leitung von Martin Becker ( www.martin-becker-foto.de) wurden inspiriert durch Anton Graffs  eindrucksvolle Portraits.

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Paris Photo 2013

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Paris Photo 2013: Ein Einblick

136 ausstellende Galerien, 55 239 Besucher, die zweitwichtigste Messe für Fotografie weltweit im lichtdurchfluteten Grand Palais hat auch dieses Jahr wieder Altbekanntes und Neues, Vintage und Contemporary präsentiert.

Viele Galerien waren mit dem marktgängigen Mainstream vertreten, ob mit einem Jürgen Teller, den Bechers oder einem William Eggleston; daß es sich um eine kommerzielle Messe handelt, wo sich große Namen auch unabhängig von der Qualität des Bildes verkaufen, erschließt sich schnell.

Bankenkrisebeiteiligter JP Morgan als einer der Hauptsponsoren ist vielleicht bezeichnend für den Kunstmarkt: viel Schein und nicht immer Sein.

 

Und doch gab es Highlights, für die es sich der Besuch gelohnt hat:

Aus Berlin waren die Galerien Robert Morat (www.robertmorat.com) und Taik Persons (www.helsinikischool.fi) überzeugend vertreten, zudem Only Photography (www.only-photography.com) als Verlag für Fotobücher. Unter den französischen Galerien hoben sich die Galerie Vu´ (www.galerievu.com), In Camera (www.incamera.fr) und La Reverbere (www.galeriereverbere.com) heraus.

 

Als besonders zu erwähnende Künstler:

Bertien van Mannen

Julian Germain (www.juliangermain.com)

Yves Rozet (www.yvesrozet.com)

Jesus Madrinan (www.jesusmadrinan.com)

 

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Allerseelen

 

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Allerseelen folgt auf das Hochfest Allerheiligen am 1. November.

Der Friedhof Grunewald-Forst, bis 1927 für Selbstmörder genutzt, ist ein kleines, abgelegenes Stück Land mitten im Wald.

Die wohl berühmteste Tote ist Nico, die 1988, wie mein Vater schon 1970 und nach Ablauf der Friedhofsnutzungsdauer mittlerweile ohne Grab, an einem geplatzten  Aneurysma starb.

 

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Into Darkness

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Das Dunkle wird als Metapher für das Böse verwendet. Die verborgenen Abgründe als natürlicher Teil von uns selbst sehen wir eher ungern, umso mehr faszinieren uns die von den anderen.

Into Darkness ist meine aktuellste Arbeit.

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Rheinkilometer 500

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Zwölf Jahre habe ich neben dem Mainzer Zollhafen am Rheinkilometer 500 gewohnt und über die Zeit versucht, den Wandel des Hafengebietes festzuhalten. Die Serie dokumentiert die Übergangszeit vom Frachthafen in eine Baustelle, in der der Hafenbetrieb, der beginnende Umbau in ein Wohn- und Geschäftsquartier und das versteckte Kulturleben im Hafen parallel stattfanden.

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Grenze/ Border

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Wir trafen uns in L. und wollten den Oberlauf der Saale bis Hof folgen – zu Fuß. Die Saale ist hier noch ein kleiner wildromantischer Fluss, wird erst weiter abwärts in den Talsperren zu großen Seen aufgestaut.
Das rechte Ufer ist thüringisch, das linke liegt in Bayern. Und damit stießen wir zwangsläufig auf die ehemalige Deutsch-Deutsche Grenze. Hätte man vorher wissen können! War aber nicht unser Plan.
Die einst unüberwindbare Grenze zeichnet sich noch immer in der Landschaft ab. Meist durch einen unspektakulär mit Birken und Buschwerk bestandenen Brachstreifen – flankiert vom ehemaligen Kolonnenweg.

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Dickicht

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Fast täglich fahre ich durch eine dichte Schonung. Das Regelmäßige und zugleich Undurchdringliche des Fichtendickichts hat mich angezogen. Als ich dann in die Schonung kroch, zeigte sich eine ganz andere Landschaft.
Vor zwei Jahren zum  Winterbeginn hatte der nasse Schnee in den Kronen der Bäume diese einfach zu Boden gedrückt oder abgeknickt. Dieser Schneebruch war hier noch nicht beräumt, blieb einfach sich selbst überlassen.

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Zone B5

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Die Negative fanden sich jetzt, nach über 20 Jahren, im Keller meiner Eltern. Abzüge von den Aufnahmen hat es nie gegeben aber das Erlebnis, zufällig zu einer Zigeunerhochzeit eingeladen zu werden, war immer noch lebendig. Ja, und jetzt tauchen diese Negativstreifen auf.
In Sofia (Bulgarien) hörten wir, dass es einen Ort gibt an dem die Zigeuner leben (müssen). Zone B5. Ringsum wurden Betonfertigteile zu neuen sozialistischen Wohnblocks montiert und wie aus der Zeit gefallen mittendrin, von einem Bretterzaun umschlossen, gab es dieses Hüttendorf. Wir, eine Freundin und ich standen irgendwann mit unseren Kameras am weit geöffneten Tor und sahen buntes Treiben. Unschlüssig, befreundete Bulgaren hatten uns eindringlich vor den Zigani gewarnt, wie weiter. Noch ehe wir wieder abdrehen konnten wurden wir herbeigewunken. Eine ausgelassene Hochzeitsgesellschaft empfing uns. Ja und dann wurde gegessen und getrunken, getanzt und fotografiert. Von dem Fest gibt es nur zwölf Aufnahmen, acht sind in dieser Serie zu sehen. Beim letzten Bild riss der Film – mitten durchs Brautpaar!

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