Photography

Fotografie

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© VK/echtphoto

Jeanloup Sieff
Französischer Fotograf 1933-2000

“Fotografie ist die Trauer über die vergängliche Zeit und das Bedürfnis, einige Augenblicke festzuhalten – es gibt formale Emotionen, hervorgerufen durch Licht oder Form, sentimentale oder sensuelle,die durch Menschen ausgelöst werden, und rein intellektuelle.
Die Fotografie kann sie vereinen und daraus neue schaffen …

Fotografie ist unlösbar mit der Zeit verknüpft, die sie festhält, mit der Zeit, die zwischen den Fingern,zwischen den Augenblicken zerrinnt, mit der Zeit der Dinge und Menschen,des Lichts und der Gefühle.
Die Zeit wird nie mehr das sein, was sie war.”

Les Nuits du Marais

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© Karin Pelzer/echtphoto

 

 

Der Marais ist im 13. Jahrhundert aus einem trockengelegten Sumpf entstanden. Es ist das historische Zentrum jüdischen Lebens in Paris.

Zwischen den Metrostationen Temple, Oberkampf und Rambuteau befinden sich kleine, ruhige Gassen, einige Galerien, nette Bars und vor allem jede Menge sehr guter chinesischer Restaurants.

Tagsüber jeder seinen eigenen Weg gehend, trafen wir uns abends gemeinsam hier, im November, kaltfeucht. Paris kam uns klein vor.

> zu den Bildern

ein Tipp für einen gut sortierten Laden für Fotobücher und Sonstiges:
http://www.artazart.com/fr

ein guter RadioSender aus Paris : http://fip.radio.de

 

Wiederfinden

Dezember

“Es gibt Seiten und Bilder, angesichts derer wir auf den natürlichen Gedanken gebracht werden, das wir ihr Schöpfer hätten sein können, oder dass wir es zumindest gern gewesen wären.”

Marc Augé: Die Formen des Vergessens

Fordern und Unterhalten

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Notiz von VK

Heute morgen im Radio:
“…Seine Bilder fordern den Betrachter heraus und prägen sich dementsprechend ein.”

Herausfordern
Provokation
Konfrontation
Grenzen
Eine eigene Sicht auf die Dinge?
Verwunderung
Verwundung
Staunen
Entsetzen

Ich will gefordert werden, nicht unterhalten.

Unterhaltungsfotografie
Gebrauchsfotografie

Will ich wirklich immer gefordert werden?
Oder suche ich nicht eine visuelle Heimat für mich.
Kristallisationskerne für Gefühle.
Ausdruck und Entsprechung.

Eigene Bilder

Die Suche nach einem Zugang zu Welt und wenn der gefunden davon berichten,
das Gefundene teilen. (share it)
Aus meiner Stimmung heraus Bilder auffangen.
Resonanz. Dissonanz.

Behauptung:
Ich sehe was, was du nicht siehst…
(Kannst du es dann auf meinen Bildern entdecken?)

Wann werden Bilder zu meinen Bildern?

Wo Worte enden mit Bildern beginnen.

Das Ende vom Wasser ist der Anfang vom Stein.

Vier Magnum-Fotografen zeigen Deutschland

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Das aktuelle Zeitmagazin Nr.38

Es fotografieren:
Ost: Paolo Pellegrin
West: Olivia Arthur
Süd: Peter von Agtmael
Nord: Moises Saman

Sehr vertraut in Bildsprache und Thematik. Empfehlung.

Quartalsthema: Anfang

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ANFANG ist unser erstes gemeinsames Thema. Bis zum nächsten Treffen, Ende Mai, werden die ersten Anfänge vorliegen.

Na dann ,…

false memories

Karin Pelzer

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False Memories

Vor einiger Zeit entdeckte ich im Haus meiner Kindheit meinen ersten Fotoapparat und Fotos, die ich damit gemacht hatte. Mich erstaunte, dass ich mich weder an die Orte, noch die Zeit noch das Fotografieren an sich erinnern konnte.

Ich entdeckte beim Betrachten mich selbst, aber mit der Distanz einer Außerstehenden.

War dies wirklich alles so geschehen, was mir sie Fotos glaubhaft machen wollten? Ich könnte es nicht mit Sicherheit sagen.

Fotografieren ist nur scheinbar eine Methode, um längst vergessene Erinnerungen zu konservieren. Die kognitive Psychologie beschäftigt sich seit den 70ern mit dem Phänomen der falschen Erinnerung, z.B. mithilfe von manipulierten Kindheitsbildern.

Was ist echt, und was nicht?!

> Bilder

Fotografie

Christer Strömholm
Schwedischer Fotograf 1918-2003

„Bilde die Wirklichkeit nicht ab, wie sie ist, sondern schildere sie.
Ein Foto, das nur eine exakte Kopie des Gegenstandes ist, bleibt immer nur eine Kopie.”

Magnum Contact Sheets

Ja, in der Rubrik “Unterm Weihnachtsbaum” mein diesjähriges (fast) Lieblingsgeschenk. Spannend die Überlegungen die im Vorwort zum Arbeitsmittel Kontaktbogen angestellt werden. Das klingt hier auch im nachfolgen Ausriss aus dem Pressetext an.

 

“Neben der eigenwilligen, sehr persönlichen Sicht der Photographen, der durch die
Zusammenschau der Ikonen mit ihren Kontaktbögen hier besonders eindrucksvoll
zutage tritt, ist unser Buch auch in fotogeschichtlicher Hinsicht ein unschätzbares
Dokument: Im digitalen Zeitalter des direkten Auswählens und Löschens auf dem
Kameradisplay ist die Technik der Kontaktbögen obsolet geworden. Somit ist
Magnum Contact Sheets eine große Hommage an eine aussterbende, Authentizität
versprechende Gattung.”

 

Fotografie denken

“Fotografie ist etwas Großartiges, weil man vor Ort sein muss. Meine Negative – die Originale – dienen mir zum Beweis, dass ich vor Ort war. Die Bilder sind echt, nichts daran ist getürkt. Sind sie objektiv? Nein, natürlich nicht. Mit jedem Blick durch den Sucher trifft man eine subjektive Entscheidung.” Phillip Jones Griffiths, aus: Magnum Contact Sheets, S.162